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Das wahre Wesen ist leise

Heutzutage ist vieles sehr laut. Die Vielfalt der Geräusche und des Lärms ist Teil von Maya, dem Schleier der Täuschung. Es muss laut sein, denn in der Stille fängt der Mensch an nachzudenken und da wird er beginnen, sich mit so wichtigen Dingen wie seinem Selbst zu befassen. Wenn man junge Menschen fragt, weshalb sie sich im Lärm der Disco wohlfühlen, sagen viele: "Da kann ich einfach abschalten, kann ich mich richtig leer machen ohne denken zu müssen." Aber auch Stilles oder normal Gesprochenes kann sehr laut sein; es sind zum Beispiel die Schreckensmeldungen in Zeitschriften und in den Nachrichten. Alle diese negativen Meldungen machen dumpf und früher oder später empfindungslos. Man nimmt Erdbebenkatastrophen mit Hunderten oder Tausenden von Opfern zur Kenntnis, wie wenn einem ein Stück Brot auf den Boden fällt. Alles was laut ist, lenkt uns von unserem wahren Wesen ab. So spielen wir im gigantischen Weltenschauspiel mit und tun so, als wäre es das Wirkliche.   

Aber dann setzt sich ein schöner Schmetterling auf unseren Zeigefinger, unverhofft und unerwartet. Wir halten beinahe den Atem an, solche Anmut und Schönheit. Kaum ein Hauch kommt über unsere Lippen. Dieses wunderbare Wesen, so leicht und fein ist mit allem ausgestattet, was es zum Leben braucht. Und während wir diesen Augenblick, in dem wir dem wahren Wesen der Natur sehr nahe gekommen sind, einfangen möchten, erhebt sich der Schmetterling, um in der Frühlingsluft zu entschwinden.  

Ein solcher Augenblick versetzt uns in eine andere Dimension, in die Dimension des Seins. Es gibt viele dieser Augenblicke: beim Betrachten des ersten Schneeglöckleins, während der Zwiesprache mit dem Fisch im Aquarium, wenn wir das Erwachen des Frühlings erleben oder wenn wir mit Menschen zusammen sind, die wir lieben. Dann fühlen wir diese andere Dimension verstärkt, das feine Schwingen des Seins. In solchen Momenten kommen wir dem wahren Wesen, dem Wirklichen in der Schöpfung und in uns, sehr nahe.  

"Will ich mein letztes End und ersten Anfang finden, so muss ich mich in Gott und Gott in mir ergründen. Und werden das, was er: Ich muss ein Wort im Wort, ich muss ein Schein im Schein, ein Gott im Gotte sein." (Angelius Silesius)  

Erleben wir im Yoga dieses Wahre des Seins, lassen wir uns mit der Einatmung in die Mitte unseres Wesens tragen, fühlen wir uns mit unserem Innersten in die Übungen hinein. Die Übereinstimmung mit einem Wesen bedeutet Übereinstimmung mit der Wesenheit der ganzen Schöpfung. Wo zwei oder drei im meinem Namen zusammen sind, da werd ich mitten unter ihnen sein, sagt der Christus, der alles belebende, schöpferische Geist.
 
     
   

Yoga-Schule Rolf Heim, Sekretariat, Schöneggstr. 15, CH-9404 Rorschacherberg, Mail: rolfheim@yogaschulen.ch,
Tel: 071 855 38 52 oder 0041 (0)79 286 98 16  
Yesudian - Yoga in der Tradition von Selvarajan Yesudian und Elisabeth Haich