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Womit identifizieren wir uns?

Unser Schicksal wird dadurch bestimmt, womit wir uns identifizieren. Identifizieren wir uns mit unserer geistigen Natur, so sind wir frei - identifizieren wir uns mit dem Körper, mit unserer Rolle in der Gesellschaft, mit unseren Fähigkeiten, so sind wir gebunden.
Vor vielen Jahren nahm ich am Wintertraining eines Sportclubs teil. Bei den Mannschaftsspielen war die Identifikation vieler Kollegen mit der eigenen Gruppe enorm. Mit wenig Rücksicht setzten sie sich gegen Kollegen durch, mit denen sie sonst ein gutes Einvernehmen hatten. Allein die Tatsache, dass sie ein anderes Trikot trugen, machte sie zu Gegnern.
Dasselbe beim Fussballspiel. Im Grunde genommen spielt es gar keine Rolle, wer in den Tenues steckt. Allein weiss-grüne Leibchen und Hosen reichen aus, damit sich Tausende von Zuschauern für diese Mannschaft begeistern oder von ihr enttäuscht sind.

Auch im Alltag können wir dieses Phänomen beobachten. Eine Parteizugehörigkeit oder eine eigene politische Ansicht genügt schon, dass sich Andersgesinnte darüber diffamierend oder abschätzig äussern. Manchmal fühlen sich die Bewohner eines Dorfes oder eines Kantons besser als die Nachbarbewohner oder die Angestellten einer Firma stellen sich über die Konkurrenz. Grundsätzlich identifizieren sich alle Menschen mit den verschiedensten Zugehörigkeiten über Namen, Geschlecht, Beruf, Religion, Hobby, Automarke, etc.
Diese verschiedenen Identifikationen können mit der Abspannung eines grossen Zirkuszeltes verglichen werden. Die Masten des Zeltes sind angebunden. Diese Verankerungen bilden gleichsam die Wurzeln und das Fundament in unserem Beziehungsnetz. Fällt nun eine dieser Identifikationsmöglichkeiten aus, zum Beispiel durch Verlust des Arbeitsplatzes, Trennung in der Partnerschaft, Umzug an einen anderen Wohnort, Krankheit oder Älterwerden, so ist der Mensch naturgemäss betroffen und seine Stabilität, sein körperliches und seelisches Wohlbefinden beeinträchtigt.

In solchen Situationen kommt es darauf an, wie stark die Identifikation mit den geistigen Werten ist und ob es gelingt, sich auf das Unveränderliche zu besinnen. Meistens dienen solche Ereignisse ja gerade dazu, sich von vergänglichen Bindungen zu befreien und sich des unvergänglichen Geistes bewusst zu werden. Dann spielt es keine Rolle, ob ich Arbeiter oder Direktor, Mann oder Frau, Zürcher oder Basler, verheiratet oder ledig bin. Da zählt nur noch eines: Ich bin meiner Natur und Ursache nach Geist, der nie geborene, der nie sterbende, der ewig freie. Ich bin, der ich bin. Ich bin als Seele auf diesem Erdenplan, um die Freiheit des Geistes in der Materie zu verwirklichen. Wie eine Pflanze immer mehr Erde in Wurzeln und ihre pflanzlichen Bestandteile umwandelt, so vergeistige ich immer mehr und mehr die Materie.

 
     
   

Yoga-Schule Rolf Heim, Sekretariat, Schöneggstr. 15, CH-9404 Rorschacherberg, Mail: rolfheim@yogaschulen.ch,
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Yesudian - Yoga in der Tradition von Selvarajan Yesudian und Elisabeth Haich