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Lao-Tse - Meister und Seher
(z. T. aus "Wie sie Gott fanden" von S. Cheney, Emil Oesch Verlag)

Nach dem Untergang des goldenen Zeitalters kam die Periode der kämpfenden Staaten in China. In dieser Zeit wurde Lao-Tse um 604 v. Chr. geboren. Er stieg zum Bibliothekar, Archivar und Chronist von Tschou auf, wo er auch die geheimen Archive des Staates verwaltete. Sein Ruhm war weit verbreitet und er war wohlwollend, duldsam und milde.

Seine Lieblingslehre galt dem Tao Te, dem Weg des Himmels; von der geistigen Einheit alles dessen, was ist; vom natürlichen Menschen im Gegensatz zum gekünstelten, und dass er sich dem Rhythmus des Lebens anpassen muss; vom Handeln in Gelassenheit, und davon, dass man sich nicht einmischen soll; von der wichtigen Voraussetzung der Seelenruhe und von der natürlichen Anständigkeit und Freundlichkeit der Menschen.

Tao bedeutet Weg, Weg zum Leben, aber auch das Absolute, das Unendliche, das Eine. Te ist das Tao in Tätigkeit. Es ist der im Leben fühlbar werdende Rhythmus des Geistes - das sich im Wesen des Individuum entfaltende Tao.

Wie soll man sich nun im Getriebe des irdischen Lebens verhalten, um die harmonische Kraft des Te zu erlangen und die Vereinigung mit dem Tao zu erreichen? Erstens, sagt Lao-Tse, indem man Wu-Wei übt. Wu-Wei wird gewöhnlich mit "Nicht-Handeln" übersetzt, aber genauer heisst es "Widerstandslosigkeit" oder "Handeln ohne zu sehr mit dem was man tut, verquickt zu sein". Das Wort enthält eine Warnung vor Ehrgeiz, allzu grosser Tüchtigkeit, unnatürlichem Übereifer, und Einmischung in die Angelegenheit an- derer. Aber das bedeutet nicht völlige Passivität, nicht ein Dasein der Untätigkeit.

Das Ideal, sagt Lao-Tse, ist im Einklang mit den mühelosen Vorgängen in der Natur zu leben, und eins zu sein mit dem Geist des Tao, der alles Sein durchströmt. Im Weltall herrscht eine wunderbare Ordnung. Nimm dir an ihrer Absichtslosigkeit, ihrer Mühelosigkeit, ihrer unabänderlichen Gesetzmässigkeit ein Beispiel. Ruf' keine Schwierigkeiten, keine Auseinandersetzungen, keinen Streit hervor. Mach den Lebensrhythmus des Geistes zu deinem eigenen. Alles wird sich ergeben.

Als er den Verfall der Zivilisation und den Untergang des Staates Tschou voraussah, blieb er nicht mehr länger am Hofe des Königs. Er machte sich auf den Weg zur Westgrenze. An der Grenze erkannte ihn der Passwächter und bat ihn, seine Gedanken in einem Buch nieder zu schreiben, damit die Menschen ihn nicht vergessen würden. So schrieb Lao-Tse das Buch Tao Te (King), ging durch den Pass in die Berge und verschwand.

"Durch Rückkehr zum einfachen Leben wird Beherrschung der Wünsche erreicht. Durch Beherrschung der Wünsche wird Stille gewonnen. In der Stille erneuert sich die Welt." Lao-Tse rät daher dem Menschen, er solle sich Weisheit, nicht bloss Wissen aneignen. Der Hauptgedanke des Taoismus ist der natürliche Fluss des Geistes, der Lebensrhythmus, in allem Erschaffenen.

 
     
   

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