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Buddha
(Zum Teil aus "Wie sie Gott fanden" von Sheldon Cheney, Emil Oesch Verlag)

Siddharta Gautama, der spätere Buddha, wurde 560 v. Chr. im nordöstlichen Teil von Indien als Sohn eines Königs geboren. Um seine Geburt spannen sich zahlreiche Legenden, die meist von Wundern erzählen. Seher weissagten, dass er der mächtigste Herrscher der Welt oder der höchste Buddha werden würde. Buddha bedeutet so viel, wie "Der Erleuchtete" oder "Der Eine, der höchste Weisheit erreicht hat". Sein Vater unternahm alles, um ihn auf seine zukünftige Herrschertätigkeit vorzubereiten. So hielt er über Jahre hinweg alles von seinem Sohn fern, was auf Armut, Alter, Krankheit oder Tod hinweisen könnte. Er bot seinem Sohn alles, was das königliche Haus an Annehmlichkeit und Vergnügen zu bieten hatte. Siddharta war die Verkörperung von Kraft, Schönheit, Weisheit und Geschicklichkeit in allen Disziplinen. Siddharta heiratete eine Prinzessin, welche ihm einen Sohn schenkte. Trotz allen Massnahmen geschah es eines Tages, dass Siddharta auf einem Ausflug einen alten, kranken Mann und später einen Leichenzug entdeckte. Diese Erlebnisse stürzten ihn in eine tiefe Krise und er entschloss sich, alles aufzugeben und sich nur noch dem Unvergänglichen zuzuwenden.

Er durchlebte viele Stadien der geistigen Entwicklung, als Bettelmönch, Einsiedler, Asket, Weiser und Lehrer. Schliesslich erlangte er Erleuchtung. Er gewann vollkommene Erkenntnis des Endlichen und des Unendlichen, und sah den Kreislauf der menschlichen Seele durch Geburt, irdisches Leben und Tot, und ihre Wiedergeburten bis zum Versinken im Meer der Einheit. Er verstand das Rätsel des Leidens im Menschenleben, und die Kette von Ursache und Wirkung, die Begierde, Übel und Leid miteinander verbindet. Er hatte die Vision einer aus dem Gefängnis der Sinne befreiten Menschheit, deren Wünsche ausgelöscht sind und deren Seele aus den Banden der Täuschung befreit ist. Sein Bewusstsein verlosch in der Glückseligkeit des Nirvana, im Frieden des Absoluten. In diesem Augenblick, in dieser Ewigkeit, wurde Gautama der Buddha.

Gautama sprach: "Ich bringe die Lehre vom Leiden und von der Überwindung des Leidens." Und mit ebenso einfachen Worten fügte er hinzu: "Es gibt Leiden, und es gibt einen Grund für das Leiden, und der Grund des Leidens kann beseitigt werden." Damit redete Gautama eine Sprache, die von allen Menschen verstanden wurde. An die ganz allgemeine Behauptung, dass "die Ursache des Leidens beseitigt werden könne", knüpfte er das besondere Versprechen, dass eine Religion, eine Erkenntnis der Wahrheit, zum Aufhören des Leidens führen würde. Wenn der Pilger dem "Pfade" folgte, würden seine Leiden durch die Überwindung der Wünsche, der sinnlichen Lust und des Egoismus ein Ende haben.
Auf die Frage, bei welchem Meister er so grosse Ruhe und so grossen Seelenfrieden gefunden hätte, antwortete er: "Ich habe keinen Meister, und mein Glaube ist der einfachste auf der Welt. Wer nichts Böses will, wer seine Sinne überwunden und sich von Begierden befreit hat, wer keine Selbstsucht kennt, dem steht der Weg zur Unsterblichkeit offen."
Die Speichen des Rades sind das in achtfacher Hinsicht richtige Verhalten des Menschen. Seine unermüdliche Aufmerksamkeit ist auf die Nabe, in der die Achse der Wahrheit ruht, gerichtet. Der achtfältige Pfad der Tugend, der im Mittelpunkt des moralischen Lebens steht, ist: rechtes Erkennen, rechtes Streben, rechtes Reden, rechtes Verhalten, rechte Arbeit, rechte Entscheidung, rechte Versenkung, rechte Ekstase. "Es gibt keinen Erlöser, der einen anderen Menschen von der Herrschaft der Sinne oder der Unreinheit befreit: diese Last kann man nur durch Selbstüberwindung abwerfen".

Zitate von Buddha

"Der wahre Asket verweichlicht seinen Körper nicht; aber er pflegt ihn, damit er im geistigen Leben weiterkomme. Ein gesunder Körper ist ein besseres Gefäss für die Wahrheit".

"Gross ist der Krieger, der seine Feinde schlägt. Doch wer sich selbst überwindet, erringt einen grösseren Sieg."

"Es gibt Änderung und Verfall, das irdische Leben ist in ständigem Fluss, und dauernder Wechsel ist seine wahre Natur. Schmerz entsteht, wenn man sein Herz an vergängliche Dinge hängt. Erkenne daher den Grund des Leidens: Bindung durch Wunsch, Leidenschaft, Selbstsucht und Ehrgeiz, die Gier nach Besitz. Wenn man die Tatsachen und die Gründe dafür klar erkennt, wird es einem gelingen, den Grund des Leidens zu beseitigen oder auszulöschen. Die Auslöschung ist gleichzeitig eine Art Seligkeit und ein Freiwerden für das ewige Leben."

"Sei dir selbst ein Licht. Es gibt keinen Erlöser, keine Übernahme der Sorgen- und Sündenlast durch einen Aussenstehenden. Auch der Buddha bringt keine Erlösung, er hat den Weg gezeigt, aber nur die eigene Anstrengung des Pilgers führt zur Befreiung".

"Das Karma eines Menschen ist seine Bilanz von Recht und Unrecht, von Verdienst und Versagen vor dem im ganzen Weltall geltenden Gesetz. Es ist das Ergebnis seines moralischen Verhaltens, die Summe seiner Gedanken und Taten und ihrer Folgen".

Was der Mensch sät, das wird er ernten. Der Buddha drückte es so aus. "Weder in den höchsten Himmeln, noch in den tiefsten Tiefen des Meeres, noch in den abgelegensten Gebirgstälern kannst du dich vor den Folgen deiner schlechten Handlungen verstecken. Doch ebenso gewiss sind die Segnungen, die aus deinen guten Taten entstehen."

"Der Gegenstand der ersten Meditation ist Liebe. Dein Herz sei in zunehmendem Masse von Liebe erfüllt, bis es das Glück und Wohlergehen jedes lebenden Wesens wünscht, auch das Glück und Wohlergehen deiner Feinde."

Der Gegenstand der zweiten Meditation ist Mitleid, der dritten Freude, der vierten Läuterung. Die fünfte handelt von der gleichmässigen Heiterkeit des Gemütes, das für die Mystiker aller Zeiten und aller Völker so wichtig ist.

"Damit erhebst du dich über alle Fragen des Reichtums oder Mangels, des Herrschens oder Dienens, der Liebe oder des Hasses; du nimmst dein Schicksal wie es ist und bist gleichgültig gegen dein Ich, ruhig, still, voll Frieden." Damit ist der zukünftige Eingeweihte vorbereitet, "in das grenzenlose Licht der Wahrheit" einzutreten.

Vor seinem Tod erinnerte er seine Schüler: "Ich bitte euch, denkt immer daran, dass alles Erschaffene vergänglich ist. Strebt unablässig nach Befreiung." Dann versank er tiefer und tiefer in Meditation, Bewusstsein und Gefühl hörten auf, und ging in die ewige Glückseligkeit des Nirvana ein.

 
     
   

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