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Der Drang nach der Einheit mit Gott

Yoga bedeutet Vereinigung mit der innersten Ursache, die jedem Wesen innewohnt. Es ist wichtig, körperlich und seelisch gesund und stark zu sein, damit wir den Zweck unseres Lebens, nämlich die Entwicklung unseres Bewusstseins von niederer zu höherer Stufe, leichter erfüllen können. So oft wir daran denken, atmen wir etwas tiefer und bewusster als sonst, damit wir mehr Lebensenergie, Prana, aufnehmen. Weil Gedanken unser Wesen nachhaltig beeinflussen und prägen, achten wir darauf, möglichst nur noch positive, aufbauende, lebensfördernde Gedanken, Bilder und Eindrücke aufzunehmen und in uns zu tragen.

Seit es Menschen gibt, sind sie von zweierlei Drängen geprägt, nämlich
1. der Neigung, sich in der Materie auszuleben, sich alles anzueignen, zu besitzen, zu geniessen, sich den Leidenschaften und Trieben hinzugeben und
2. der Neigung, sich Höherem zuzuwenden, die Geheimnisse des Lebens zu ergründen, zu erfahren, was dauerndes Glück verschafft und was die Ursache des Ganzen ist.
Es ist ganz natürlich, dass der Mensch diese beiden Neigungen und Urkräfte in sich fühlt, denn er trägt zwei Wesen in sich, ein geistiges und ein materielles. So ist es einleuchtend, dass es Krieg gibt, so lange Menschen existieren. Es ist aber eben so klar, dass die Menschen nach einer höheren Macht suchen, seit sie auf Erden leben. Dies geht aus allen Überlieferungen hervor; sei es nun durch in Höhlen gefundenen Wandmalereien, im Kunsthandwerk hergestellte Bildnisse, durch in Holz geschnitzte Totempfähle, in Stein gehauene Figuren oder durch gigantische Monumente. Immer gab es Kultstätten, Riten, Bräuche, geheiligte Orte und Bauwerke, durch die der Mensch die Verbindung zum Höchsten suchte.

Zwischen den beiden Extremen, also dem tiefsten Materialisten und dem geistig hochstehendsten Menschen, liegen alle Schattierungen des menschlichen Lebens. In welche Richtung entwickelt sich der Mensch? Führt die Entwicklung in die Materie und gibt es dort ein Weiterkommen? Oder führt die Entwicklung zur Ursache, aus der alles entstanden ist? - Der Weg führt in die geistige Richtung, denn in jedem Menschen ist eine gewisse Unzufriedenheit, bis er Gott gefunden hat. Ernst Rüesch sagte an einer Tagung: "Wohlstand schafft Unzufriedenheit!" Weshalb? - Weil der Mensch erkennt, dass ihm alle Reichtümer der Welt keine dauerhafte Zufriedenheit vermitteln können. So ist die innere, dauerhafte Zufriedenheit nicht von Geld abhängig.
Wie können wir glücklich und zufrieden sein? Indem wir das materielle und das geistige Leben in Übereinstimmung bringen. Die gleiche Aufmerksamkeit, die wir der Erledigung der täglichen Pflichten schenken, müssen wir unserer geistigen Entwicklung zukommen lassen.

 
     
   

Yoga-Schule Rolf Heim, Sekretariat, Schöneggstr. 15, CH-9404 Rorschacherberg, Mail: rolfheim@yogaschulen.ch,
Tel: 071 855 38 52 oder 0041 (0)79 286 98 16  
Yesudian - Yoga in der Tradition von Selvarajan Yesudian und Elisabeth Haich