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Das Eine, Unbenennbare

Alles, was besteht, ist durchdrungen von diesem Einen, Unbenennbaren. Wir verwenden dafür verschiedene Namen: Gott, Heiliger Geist, Prana, Bewusstsein, Brahman usw.. Es ist das alles durchdringende, alles erfüllende Eine, ewig Seiende, für das es keine Worte gibt. Man kann es nur im Seinszustand erleben, und dann begegnet es einem überall: in den leuchtenden Augen des lachenden Kindes, im warmen Blick des Mitmenschen, in der beglückenden Tätigkeit, in der Natur. Kurz: überall. 

Alles ist erfüllt und durchwoben von diesem Einen, Unbenennbaren, nach dem wir uns seit jeher sehnen und das wir bewusst oder unbewusst ständig suchen. Wir suchen diese Erfüllung in der Liebe, in der Partnerschaft, im Besitz, in Beziehungen, im Alleinsein, in der Natur, im Buch, in der Musik, überall. Wo wir auch suchen, wir finden es nicht ausserhalb von uns, sondern nur in uns. Wir finden es in der Stille unseres Herzens; dort, wo der echte, tiefe, innere Friede ruht. Dort wo das erweckte Bewusstsein erwacht und wo Patrul Rinpoche sagte: „Höre auf, es irgendwo zu suchen. Es ist überall!“ - Ein Bauer ging auf die Weide um seinen Ochsen nach Hause zu holen. Aber er war nicht da. Er suchte ihn überall. Er hörte ihn muhen, aber wo er auch suchte, er fand ihn nirgends. Er ging ans Wasser, in den Bambushain, den Wald, auf den Acker, überall hörte er ihn, fand ihn aber nicht. Schlussendlich, es war unterdessen schon längst dunkel geworden, ging er erschöpft nach Hause. Was fand er dort? Den Ochsen, der schon lange im Stall stand und den er von dort aus immer muhen gehört hatte.  

Wir suchen oft dort, wo es nicht ist. Wenn wir dann aufgeben wollen, finden wir es plötzlich, wie von selbst. Wir haben verlernt auf die innere Stimme zu horchen. Dies kommt nicht von ungefähr, denn unsere innere Stimme ist leise und unsere Umgebung ist laut. Auch Kinder werden nicht dazu angehalten, auf ihr Inneres zu hören. Bei uns muss alles rational sein. Die Stimme der Seele hat keinen Stellenwert. So glauben wir, wir müssten alles selbst bestimmen, lenken und beeinflussen. Wir können aber auch alles, was wir tun, mit diesem Einen erfüllen. Geben wir unsere Anliegen in die Hand des Einen, Unvorstellbaren. Erfüllen wir alles damit, hüllen wir alles darin ein. Erleben wir dadurch dieses mühelose Mitschwingen mit der Natur, wie es Laotse nannte. - Dann ist es nicht mehr wichtig, was wir tun, sondern aus welchen Beweggründen wir es tun. Nicht die Umstände sind wichtig, sondern die Einstellung den Umständen gegenüber. Wenn wir aus dem erweckten Bewusstsein, aus der Tiefe unseres Herzens heraus wirken, sind die Beweggründe richtig und es stimmt auch unsere Einstellung.
 
     
   

Yoga-Schule Rolf Heim, Sekretariat, Schöneggstr. 15, CH-9404 Rorschacherberg, Mail: rolfheim@yogaschulen.ch,
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Yesudian - Yoga in der Tradition von Selvarajan Yesudian und Elisabeth Haich