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Vorträge Archiv |
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Das Vergessen der eigenen Person Weshalb macht ein spielendes Kind im Sandkasten einen glücklichen Eindruck? Weil es seine Person total vergessen hat. Diese Feststellung können wir aber auch bei Erwachsenen machen. Wenn wir Menschen betrachten, die ganz selbstvergessen einer Betätigung nachgehen, sei es nun Briefmarken sortieren, Gartenarbeit verrichten, Töpfern usw., so stellen wir bei ihnen immer eine grosse Zufriedenheit fest. Vorausgesetzt, dass sie diese Betätigung ohne zeitlichen Druck oder äusseren Zwang ausüben können. In solchen Momenten ist die Person total vergessen - der Mensch ist nur noch die Betätigung. Es ist nicht wichtig, ob jemand zuschaut oder lobt; es zählt nur der Moment - die Umwelt ist fast vergessen. Solche Momente hatte ich auch schon beim Singen. Plötzlich dachte ich: ‚jetzt trägt meine Stimme schön im Raum, der Ton klingt gut'. Und was passierte? Es klang nicht mehr optimal und mit aller Willensanstrengung brachte ich dieselbe Resonanz wie vorher nicht mehr hin. Ähnliches habe ich in der Schule erlebt: im Verlauf des Unterrichtes dachte ich: ‚Jetzt hast du die Studenten gefesselt mit deinen Ausführungen'. Und im nächsten Moment war die Spannung weg.
Vielleicht ist Ihnen auch schon Ähnliches passiert. Welche
Gesetzmässigkeit steckt dahinter? Wenn wir einer Betätigung nachgehen,
sei das nun Arbeit oder Spiel und wir sind darin ganz versunken, so dass
wir die Zeit und die Umgebung vergessen, so befinden wir uns in einem
annähernd paradiesischen Zustand. Wir sind eine Einheit mit der
Betätigung. - Bringen wir aber unsere Person, unser Ego, hinein, fallen
wir aus dem paradiesischen Zustand, d.h. wir machen aus der Einheit eine
Zweiheit. Dies kann durch Zeitdruck, übermässige Anforderungen an sich
selbst, Bedürfnis nach Anerkennung, usw. geschehen. |
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Yoga-Schule Rolf Heim, Sekretariat,
Schöneggstr. 15, CH-9404 Rorschacherberg, Mail:
rolfheim@yogaschulen.ch,
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